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physiosail - wissenschaftlich fundierte Segeltherapie

Segeln bietet für Menschen mit Behinderungen und körperlichen Beeinträchtigungen (z.B. nach Schlaganfall) eine ideale Ergänzung und Alternative zu bestehenden Therapien. physiosail , entwickelt von Christina Groll ist die bundesweit einzige Segeltherapie, die theoretisch fundiert und wissenschaftlich untersucht wird.


Segeln in Münster für Menschen mit Behinderung

Von 2010 bis 2015 wurden verschiedene physiosail Kurse für Menschen mit (körperlichen) Behinderungen von der Yachtschule Overschmidt in Kooperation mit physiotherapie Groll auf dem Aasee in Münster angeboten.
physiosail selbst ist kein Unternehmen, sondern der Name einer wissenschaftlich fundierten Form der Segeltherapie, gegründet von Christina Groll. Ziel ist es, dass physiosail bundesweit von Vereinen oder Segelschulen in Zusammenarbeit mit ausgebildeten physiosail-Therapeuten angeboten wird. Unterstützt wird das durch den gemeinnützigen Verein zur Förderung der Segeltherapie e.V., der in der Verganganheit überwiegend die Infrastruktur zur Verfügfung gestellt hat. Seit 2016 soll physiosail jedoch für die Teilnehmenden nahezu kostenneutral sein, damit niemand auf Grund seiner wirtschaftlichen Situation ausgeschlossen wird.
Grundsätzlich gibt es bei physiosail zwei Scherpunkte: Segeltherapie und Inklusion. Letzteres umfasst gemeinsame Segelaktivitäten für Menschen mit und ohne Behindeurng, die vom einfachen reinschnuppern bis hin zum ambitionierten Regattasegeln reichen können. In der Segeltherapie werden ebenso wie in der konventionellen Physiotherapie individuelle Ziele adressiert - nur das die Behandlungsbank schwimmt und ein Segel hat!  

Auf Grund der Umstruktierung finden Sie momentag leider keine Informationen zu konkreten Kursen auf unserer Homepage, dies wird sich in Kürze wieder ändern - also schauen Sie bald wieder rein...

Am Aasee stehen für Kinder und Erwachsene mit (schwersten) Behinderungen die einzigen beiden Access Dinghi in Deutschland bereit. Diese Spezialboote können individuell an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Segelnden angepasst werden, so dass es keine Beeinträchtigung gibt, mit der man nicht segeln könnte! 

Die Boote wurden über den Verein zur Förderung der Segeltherapie e.V. durch die Kämpgen-Stiftung, die Stiftung Deutscher Rollstuhlsport sowie den Lionsverein Gescher finanziert.

Nach fünf Jahren in der münsterschen Sonne waren die Segel so porös, dass für die Saison 2016 vom Verein zur Förderung der Segeltherapie e.V., unterstützt durch die Stiftung Deutscher Rollstuhlsport neue Segel angeschafft wurden.

Allen Förderern - auch denen, die an dieser Stelle nicht namentlich genannt wurden, gilt ein ganz beosonderer Dank, denn sie alle tragen dazu bei das Unmögliche möglich zu machen.


Zitate der Teilnehmenden:

"Das bringt den Alltag ein bißchen zurück und ein bißchen Normalität."

Harald Mille